Bücher


Madrid Du Wunderbare

Madrid – Du Wunderbare

Ein Amerikaner blättert in der Geschichte des Spanienkrieges

von Victor Grossman

GNN Verlag Schkeuditz 2006

ISBN 3-89819-235-0
Preis: 19,00 Euro
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Hier ist die Geschichte eines Krieges, der verloren wurde, dennoch wie selten ein Ereignis voller Solidarität, Mut, Abenteuer und Opferbereitschaft war. Hätten 1936–1939 England, Frankreich und die USA die freigewählte, demokratische Republik Spanien nicht verraten, so wäre wahrscheinlich der Zweite Weltkrieg nicht ausgebrochen. Doch aus Angst vor einer Volksfront halfen sie Franco, Mussolini und Hitler. Bald bezahlte die Welt dafür einen hohen Preis.

Hätten, wären, sollten; die Geschichte von damals kann man nicht verändern. Doch hat sie auch heute noch Sinn, das beweisen die in diesem Buche enthaltenen Briefe, Tagebuchnotizen und Erinnerungen, meistens von Freiwilligen aus 50 Ländern, die in Spanien ihr Leben riskierten. Es ist eine Vielfalt kurzer Episoden, ob von bewegender persönlicher Art, aus der Sicht der Krankenschwestern, ob in knappen Berichten eines Ludwig Renn oder den humorvollen Anekdoten aus dem Abraham-Lincoln-Bataillon.

Ausgesucht und kommentiert werden die vielen Zitate von dem New Yorker Victor Grossman, einst Harvard Student, Arbeiter, Flüchtender vor der Hexenjagd der „McCarthy-Ära“, der 1952 in der DDR Asyl fand. Nach Fabrikarbeit, Dreherlehre und Studium wurde er freischaffender Journalist und Autor. Seit der Kindheit lag ihm die Geschichte Spaniens am Herzen. Darin – ohne die Widersprüche zu ignorieren – sieht er ein bewegendes Plädoyer gegen heutige Faschisten und für ein Bündnis mit allen, die sich für eine bessere Welt einsetzen, wie damals in Spanien. Obwohl selbst älter (Jg. 1928), wendet er sich besonders an junge Leute.


Ein Lied kehrt zurück

Spaniens Himmel breitet seine Sterne …
oder
Ein Lied kehrt zurück

Roman

von Christina Seidel und Kurt Wünsch

Pahl-Rugenstein Verlag 2006

ISBN 3-89144-373-0
Preis: 14,90 Euro
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Sophie, Felix und Alexander, Schüler des Gymnasiums St. Martin, beschließen, eine Geschichtsarbeit über den Spanischen Bürgerkrieg zu schreiben. Sie führen Gespräche mit ehemaligen Interbrigadisten aus verschiedenen Ländern und einem „Condorflieger“ der faschistischen deutschen Luftwaffe. Felix besucht außerdem gemeinsam mit der jungen Spanierin Dolores die historischen Orte der Kämpfe zwischen Madrid und Barcelona. Wieder zu Hause holt die Gegenwart in Gestalt der „Sportgruppe Mölders“ die Vergangenheit zurück. Felix muß sich nicht nur zwischen Dolores und Sophie entscheiden.

Den Autoren ist das schwierige Unterfangen geglückt, sachliche Informationen mit einer Liebesgeschichte junger Menschen zu verbinden. Sie erzählen humorvoll und unterhaltsam von großen Gefühlen und Verantwortung in Gegenwart und Vergangenheit. Neben einer spannenden Rahmenhandlung vermitteln sie Geschehnisse des Spanischen Bürgerkrieges aus heutiger Sicht und vermeiden dabei bewußt einseitige Betrachtungsweisen.

Die gelernten Naturwissenschaftler Dr. Christina Seidel und Dr. Kurt Wünsch aus Halle an der Saale schreiben seit Jahren erfolgreich Bücher, arbeiteten aber auch an gemeinsamen Projekten. („Ein Justizmord in Halle“, „Liebe in Erfurt“)


Gedichtband

Im herben Duft der Oliven

Gedichte und Lieder aus dem Spanischen Bürgerkrieg 1936 – 1939

Herausgegeben von Ingrid und Gerhard Schiborowski, Dr. Judith Becker, Gisela Ellenberg, Marlene Engel, Anita und Rainer Kochnowski
200 S., mit biographischen Angaben und 12 Linolschnitten von Dorde Andrejevic-Kun
SCHEUNEN-VERLAG Kückenshagen 2004
ISBN 3-934301-90-8

Die Gedichte und Lieder, die wir in diesen Band aufgenommen haben, befassen sich mit den Ereignissen in Spanien 1936 bis 1939 und auch der Zeit danach. Deren Autoren sind Menschen, die den Krieg in seiner ganzen Brutalität selbst erlebten und vielleicht in einer Gefechtspause oder in Ruhestellung ihre Erlebnisse, Gefühle und Empfindungen einem Blatt Papier anvertrauten. Einige blieben namentlich unbekannt, andere fielen im Kampf, den sie mutig für den Sieg der Freiheit führten.

Natürlich wurde nicht auf die „gestandenen Literaten” verzichtet, die teilweise selbst direkt in den Gefechten ihren Mann standen oder vom Ausland her zur Auslösung der aktiven internationalen Solidarität ihren Beitrag leisteten, in dem sie die Brutalität des internationalen Faschismus anprangerten.

Linolschnitt von Dorde Andrejevic-Kun

Der Wille zum Sieg, die Internationalität des Kampfes und die Bereitschaft, den Kampf fortzusetzen, sind die Inhalte der Lieder und Gedichte, die zu uns sprechen.

Insbesondere die Lieder hatten etwas verbindendes in dem damaligen Sprachgewirr in Spanien. Diese Wirkung wiederholte sich zum Beispiel bei den Feierlichkeiten zum 60.Jahrestag der Gründung der Internationalen Brigaden 1996 in den großen Sporthallen von Madrid und Barcelona, anlässlich der Antragung der spanischen Staatsbürgerschaft an die Interbrigadisten.

Ein leise gepfiffenes Lied diente im antifaschistischen Widerstandskampf manchmal zur Erkennung von Gleichgesinnten. Heute werden Straßennamen und andere Erinnerungssymbole, die an diese Frauen und Männer erinnern, in Deutschland getilgt. Damit wird dieser internationale Kampf gegen den Faschismus nahezu in den Geruch des Unanständigen gezogen.

Gerade diese deutschen Frauen und Männer haben zur Zeit der faschistischen Diktatur Anstand bewahrt und waren freiwillig - oft um den Preis ihres Lebens - auf der richtigen Seite.

Dass auch nach der Nazizeit die Diktatur Francos - der sich gegen eine legal gewählte Regierung an die Macht geputscht hatte - von der westdeutschen Regierung anerkannt und unterstützt wurde, ist beschämend.

„Wir geh`n zurück in eine andere Welt - als Partisanen, nicht als Veteranen...”, waren für viele Kämpfer nicht Worte eines Poeten, sondern ihnen Programm, dem sie sich bis in die Gegenwart verpflichtet fühlen.

Und wie kann der Gedanke der Internationalität besser bewiesen werden, als dass heute noch Interbrigadisten und Menschen der nachfolgenden Generationen über Ländergrenzen hinweg eine enge Zusammenarbeit pflegen und den Gedanken an die damaligen Vorgänge nicht in Vergessenheit geraten lassen. Dieser Gedichtband sollte dazu ein kleiner Beitrag sein.

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Gegen Hitler

Gegen Hitler

Deutsche in der Résistance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung "Freies Deutschland"
Kurzbiografien

Herausgeber: Gottfried Hamacher unter Mitarbeit von André Lohmar, Herbert Mayer, Günter Wehner und Harald Wittstock

Karl Dietz Verlag Berlin 2005
ISBN 3-320-02941-X
Preis: 9,90 Euro
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Judenkoenig

Nr. 58866: „Judenkönig“

Aus dem Leben des Kurt Julius Goldstein

von Rosemarie Schuder und Rudolf Hirsch

PapyRossa Verlag 2004
ISBN 3-89438-302-X
Preis: 19,80 Euro
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Kurt Julius Goldstein wurde am 3. November 1914 als jüngster Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Hamm/Westfalen geboren. Sein Leben ist eine Geschichte von Verfolgung, Leid und Tod, aber ebenso von Liebe, Haß und Widerstand: 1933 Emigration nach Luxemburg, Frankreich und Palästina; Mitglied der Internationalen Brigaden in Spanien; Internierung in Südfrankreich, Auslieferung an die Nazis und Deportation nach Auschwitz; Sklavenarbeit in einer Kohlengrube; Zeuge der Selbstbefreiung in Buchenwald.

Emblem des KFSR

www.spanienkaempfer.de

info@spanienkaempfer.de

Stand dieser Seite:
8. November 2007

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