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10.–12. September 2010: Berlin: KFSR-Sommertreffen
Achtung: Programmänderungen!


Die Antwort auf den Abriß der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals

Lies hier weiter: www.etg-ziegenhals.de/Aktuelles.html

Siehe auch: Unsere Resolution zur Gedenkstätte Ziegenhals

Umschau

www.freie-radios.net/portal/content.php?id=27972

Für den Hörfunksender Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK) 93,0 MHz, schildert der Interbrigadist Josef Eisenbauer seinen Weg zu und in den Interbrigaden, das darauf folgende Exil und seine Rückkehr nach Wien. Josef Eisenbauer war Kämpfer im Batallion Tschapajew und 12. Februar.

Dauer: 54:37 Minuten


www.zvab.com/pages/ernstToller.jsp

Auch Ernst Toller hat sich für die Spanische Republik eingesetzt. Das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher hat anläßlich seines siebzigsten Todestages eine schöne Würdigung für ihn veröffentlicht.


www.rtve.es/alacarta/index.html?v=328808

Es ist eine Reportagesendung des staatlichen Fernsehens von insgesamt 57 min Länge. Die Sendereihe heißt „Informe Semanal“ (Wochenbericht) und wird sonnabends zur besten Sendezeit in ganz Spanien ausgestrahlt.
Diese Folge besteht aus 4 Reportagen, die dritte ist hier die interessante. Bei 30'52" beginnt eine Sendung über die Feierlichkeiten zur Verabschiedung der Interbrigaden, die am 24. und 25. Oktober 2008 in Sitges und Barcelona stattgefunden haben.

Der Kampf geht weiter

Vom 28. bis 30. Mai diesen Jahres waren an verschiedenen Sehenswürdigkeiten von Paris Fahnen der 2. Spanischen Republik und die Fahne der 11. Internationalen Brigade zu sehen. Die französische Organisation ACER hatte im Zusammenhang mit ihrer Jahreshauptversammlung weltweit Organisationen, die ihre Traditionen im Kampf der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg sehen, eingeladen. Es sollte hauptsächlich darüber diskutiert werden, welche Aufgaben vor diesen Organisationen in den nächsten Jahren stehen werden und wie diese erfolgreich bewältigt werden können. Dieser Einladung folgten Organisationen bzw. Einzelvertreter aus Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland (KFSR), Großbritannien (IBMT), Italien, Luxemburg, Mexico, Niederlande, Österreich, Rußland, Spanien (AABI und EdB) und den USA. Besonders herzlich wurden die Interbrigadisten Josef Eisenbauer aus Österreich, Juan-Miguel de Mora aus Mexico, Marin Tschurow aus Bulgarien und die Gebrüder Joseph und Vincent Almudever aus Frankreich begrüßt.

Schwerpunkt der Diskussionen war die Weiterführung und Intensivierung der als Internationale Koordinierung bezeichneten angestrebten Zusammenarbeit der unterschiedlichen Organisationen. Die Internationale Koordinierung wurde im Mai 2008 durch ACER (Frankreich) und KFSR (Deutschland) initiiert, um den rechtsgerichteten Entwicklungen in Europa eine weitere Stimme entgegenzustellen. Sie soll ein loser Zusammenschluß gleichgesinnter und gleichberechtigter Organisationen sein. Durch diese Vernetzung soll der Informationsfluß in beide Richtungen verbessert werden. Durch die schnellere Verbreitung der Informationen soll erreicht werden, daß umfangreicher und aktueller aus den verschiedensten Länder auf antidemokratische, friedensfeindliche oder neofaschistische Erscheinungen reagiert werden kann.

Aber auch den bisherigen sehr unterschiedlichen Projekten zur Aufarbeitung der Geschichte des Spanischen Bürgerkrieges und des Anteils der Internationalisten aus 53 Ländern der Welt an diesem Kampf in den verschiedenen Organisationen wurde gebührende Aufmerksamkeit gewidmet. Hier wurde geprüft, inwieweit auch dabei eine Zusammenarbeit möglich ist bzw. daraus länderübergreifende Projekte entstehen können. So wurde unter anderem beschlossen, einen gemeinsamen Terminkalender für Veranstaltungen und Aktionen zu führen und einen internationalen Katalog zu Archivmaterialien, Bildern, Filmen, Büchern usw. zu erarbeiten. Es sollen Historikerkongresse zum Thema Spanischer Bürgerkrieg organisiert oder sich an solchen beteiligt werden, und es soll eine mehrsprachige Informationsbroschüre zu den Internationalen Brigaden erstellt werden.

Neben den intensiven Gesprächen wurden durch die französischen Organisatoren weitere Höhepunkte organisiert. So wurde auf dem Friedhof „Père Lachaise“ der Kommunarden, der dort beigesetzten französischen Interbrigadisten und der deutschen Fotografin Gerta Taro, die während des Spanischen Bürgerkrieges umgekommen ist, gedacht. Wir nahmen an einer Kranzniederlegung am Denkmal des unbekannten Soldaten am Arc de Triomphe teil, durch die erstmals in Frankreich auch Interbrigadisten geehrt wurden. Dabei gestaltete sich unser Marsch über die Champs Élysées zum Arc de Triomphe wegen der durch uns mitgeführten Fahne der 11. Internationalen Brigade zu einem Zuschauermagneten.

Aufgabe der Organisationen wird es nun sein, in ihren Ländern das Diskutierte und Beschlossene auszuwerten, um bei den nächsten Zusammentreffen das Geplante zu bestätigen, das Beschlossene weiterzuführen und auf aktuelle Ereignisse zu reagieren. In Berlin wird die Auswertung während der Jahresveranstaltung des KFSR im September durchgeführt werden.

Harald Wittstock
Vorsitzender des KFSR


Siehe auch:

Claudia Honefeld: Internationale Koordinierung – ein Versuch in Paris

Artur Pech: Kämpfer der Internationalen Brigaden in Spanien bleiben unvergessen
(aus: WIDERSPRUCH Juli/August 2010; PDF 66 KB)




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Stand:
23. August 2010

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